Schwörmontag – zweifelsohne ein Fest für alle Ulmer, das auch für alle – Bewohner und Besucher – ein Genuss sein soll und nicht eine unerträgliche Belastung.

Der Rechenschaftsbericht des Oberbürgermeisters, der öffentlich abgelegte Amtseid auf dem Balkon des Schwörhauses ist eine ganz besondere Ulmer Angelegenheit. Das Nabada mit dem anschließenden traditionellen gemeinsamen Feiern in der „Au“ sind lange Tradition. Daran teilzunehmen war? ein Höhepunkt des Sommers.

Auch heute ist dieser Tag ein „Höhepunkt“. Leider in einer nicht unbedingt genussvollen Art. Seit Jahren wird der Schwörmontag zu einem Event in der Innenstadt vor dem es so manchem graust und viele Bewohner eher zur Flucht als zum Mitmachen bringt.

Mit lauter Musik, die immer noch gesteigert werden kann, und auf viel zu vielen Plätzen entwickelt einen Lärmteppich der einfach unerträglich ist und jede Unterhaltung, die auch Sinn eines Festes ist, unmöglich macht. Der Alkohol strömt und fördert nicht nur die gute Stimmung. Die Zahl der Verletzten bzw. Alkoholleichen wächst. Die Einsätze der Polizei und Rettungskräfte nehmen jhrtlich zu. Müll, Verunreinigungen, Sachbeschädigungen sind nicht nur für die Anwohner ein erhebliches Ärgernis. Der Schwörmontag auf diese Art scheint nur noch ein Gewinn  für Gaststätten und Kneipen, wobei der rucksackweise mitgebrachte Alkohol auch eine unrühmliche Rolle spielt. Rettungswege freizuhalten ist an manchen Stellen unmöglich.

Die Folge: Innenstadtbewohner, die es sich leisten können, flüchten. Anderen graust es vor diesem „schönsten“ Ulmer Festtag. Besonders betroffen sind Familien mit Kindern – an Schlaf ist in dieser Nacht in der Innenstadt nicht zu denken. Am Tag danach ist wieder Alltag und eben keine Ferien.

Unser Verein hat das „Problem“ Schwörmontag schon vor Jahren aufgegriffen und Änderungen vorgeschlagen, zuerst von der Verwaltung belächelt, dann für eigentlich berechtigt aber für nicht umsetzbar, schließlich für notwendig gehalten. Aller4dings sind Änderungen bisher nicht spürbar.

Versucht wird:

Rettungswege besser freizuhalten. Gelingt nur zum Teil, die vielen Menschen verstopfen oft regelrecht Gassen

Aufstellung von mehr und größeren Müllbehältern wird gemacht, allerdings mit mäßigem Erfolg.

Auflagen an Veranstalter zu ausreichenden Toiletten werden gemacht. Allerdings ohne Personal was vielen von derern Nutzung abhält. Die Anwohner müssen es aushalten.

Wir haben vorgeschlagen für jeden bespielten Platz festzulegen, was an Musik erlaubt ist. Damit könnte vermieden werden. dass sich unterschiedliche Musik überlagert. Wurde leider gar nicht erst versucht

Zwar wird eine Dezibelgrenze für die Lautstärke vorgeschrieben- hörbar ohne großen Erfolg. Gespräche – Fehlanzeige.

Polizei und Bürgerdienste haben bereits 2013 das Ende der Außenbewirtung auf 23.00 Uhr vorgeschlagen, der Gemeinderat ist dem gefolgt. Allerdings nur für ei Jahr. Die Interessen der Wirte war dann wichtiger als die Interessen der Bewohner. 2014 war wieder um 24.00 Uhr Schluss.

Wir werden die Situation weiter kritisch beobachten.