Eine Stadt lebt von und mit ihren Einwohnern, dem Handel und dem Gewerbe, aber auch von den Besuchern. Dieses Gleichgewicht ist in den letzten Jahrzehnten immer mehr zu Gunsten des (Gast-)Gewerbes und zu Lasten der Bewohner und des Einzelhandels  gestört worden. Um dem entgegenzuwirken und Ulmer/innen und Neu-Ulmer/innen die Möglichkeit zu geben in Entscheidungen, die ihr Lebensumfeld betreffen, besser mit einzubeziehen,  haben wir im Dezember 1999 den Verein Leben in der Stadt e.V. gegründet.

Unsere konkreten Ziele:

Alle Menschen brauchen Ruhe- und Regenerationszeiten zur Erhaltung Ihrer Gesundheit. Deshalb sind die Einhaltung der Nachtruhe und bessere Überwachung der bestehenden gesetzlichen Lärmschutzregelungen wichtig.

Luftverschmutzung und Verkehrsdichte sind in vielen Teilen der Stadt erheblich. Deshalb muss der Individualverkehr möglichst aus der Stadt herausgehalten, auf mehr Straßen der Fahrzeugverkehr auf 30 km/h begrenzt und der Öffentliche Nahverkehr ausgebaut werden.

Schwächere Verkehrsteilnehmer, Fußgänger und Radfahrer müssen sich in der Stadt frei und sicher bewegen können.

Stadtkinder brauchen Spiel- und Bolzplätze in Wohnungsnähe die auch ohne ständige elterliche Begleitung erreichbar sind und auf denen nicht Alkohol- und Drogenkonsum vorgelebt wird.

Ulm soll auch künftig ein attraktives Zentrum mit vielfältigen kleinen und großen Geschäften besitzen und damit Einkaufsziel für Viele sein. Die Verdrängung von Ladengeschäften durch immer mehr gastronomische Einrichtungen schafft keine wirkliche Vielfalt.

Unsere Erfolge – Beispiele

In der Herdbruckerstraße wurde der sehr störende nächtliche Durchgangsverkehr durch eine Schranke deutlich reduziert. Zur Zeit wird auf Vorschlag von Anwohnern  an einer weiteren Verbesserung der Verkehrssituation gearbeitet. Wir unterstützen das Anliegen voll und ganz.

Das Ulmer Zelt in der Friedrichsau wurde neu ausgerichtet und die Lärmbelastung deutlich gemindert.

Die Einführung von bewohnerfreundlichen Parkregelungen in der (Innen)Stadt wurde von uns initiiert. Die Stadt plant jetzt, die Anwohner-Parkregelung zu überarbeiten. Wir werden das aufmerksam beobachten und die Interessen der Bewohner einbringen.

Die Karlstrasse war eine der am stärksten von Lärm und Abgasen belasteten Straßen. Es gab Pläne, sie weiter auszubauen, was zu einer noch stärkeren Belastung geführt hätte. Wir haben gemeinsam mit BUND und dem AK Neustadt erreicht, dass der Gemeinderat die Umgestaltung der Karlstrasse mit dem Ziel einer Beruhigung, beschlossen hat. Der Umbau zog sich zwar über viele Jahre hin, ist jetzt aber im westlichen Teilbereich bis zur Frauenstrasse erfolgreich abgeschlossen.

Die von uns für Ulm und Neu-Ulm geforderten amtlichen Lärmmessungen an Verkehrs-Brennpunkten zeigten deutlich, das ein Lärmminderungsplan erforderlich ist. Dieser wurde auch 2008 im Gemeinderat verabschiedet, aber bis heute nicht vollständig umgesetzt. Wir setzten uns ständig dafür ein, dass hier im Interesse der belasteten Anwohner mehr geschieht. Allerdings geben die für diese Maßnahmen  vom Gemeinderat bewilligten Mittel – ca. 600.000 € jährlich, enge Grenzen vor. Lärmschutz scheint leider nicht als vorrangiges Thema gesehen zu werden.

Im Zusammenhang mit der Einführung der „Urbanen Gebiete“ sollten die Grenzwerte für Lärmschutz um 3 d(B)A erhöht werden. Wir haben uns zusammen mit anderen Gruppen bundesweit dagegen ausgesprochen. Erfolgreich – letztlich wurde erreicht, dass die nächtlichen Grenzwerte nicht erhöht werden.

Leben in der Stadt versteht sich nicht als Konkurrenz zu Bürgerinitiativen oder Quartiersvereinen, sondern als Ergänzung. Wir suchen die Zusammenarbeit für gemeinsamen Interessen. Inzwischen haben wir viel Erfahrung in der Vertretung der Bewohnerinteressen  sammeln können, trotzdem sind wir aber auf Ihre Anregungen und Hinweise angewiesen um für Alle eine höhere Lebensqualität in der Stadt zu erreichen.

Wir wollen Anlaufstelle für Mitbürgerinnen und Mitbürger sein um mit ihnen gemeinsam die örtlichen Probleme zu lösen. Aber – wir leben als Verein von der Unterstützung unserer Mitglieder. Deshalb hoffen wir, dass Mitbürgerinnen und Mitbürger denen wir helfen,auch Mitglied bei unserem Verein werden.

Wir suchen auch verantwortungswillige Bürger/innen, die sich für Lebensqualität in unserer Stadt einsetzen möchten und die bereit sind, ehrenamtlich Verantwortung zu übernehmen.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Adressen und Telefon-Nummern sowie e-mail-Adressen finden Sie unter der Rubrik „Unser Vorstand“.